Sind wir mal ehrlich: die Selbstständigkeit und das Unternehmertum – das ist eine echte Achterbahnfahrt!

Ich startete im Frühjahr 2018 direkt mit 4 Kunden als Unternehmerin – ein absoluter Traum! So lief es ein ganzes Jahr. Dann kam der Schock: im Sommer 2019 fiel mein grösster Kunde von heute auf morgen weg und ich stand vor dem Nichts. Offline nicht mehr erfolgreich und online ein niemand!

Welche 5 Fehler es waren, die mich in diese ungünstige Lage gebracht haben, was ich getan habe, um wieder auf die Füsse zu kommen, und was Du aus meinen Fehlern lernen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Ich weiß noch, wie andere Unternehmerinnen und Selbstständige mich immer um meinen Start in die Selbstständigkeit beneidet hatten. Als ich mich entschieden habe, mich selbstständig zu machen, lief es wie im Traum. Ich startete direkt mit 4 Kunden aus meinem Netzwerk. Und es waren tolle Projekte, alles Mittelständler, die ich in den unterschiedlichen Marketing Disziplinen unterstützen konnte.

Was wie ein Traum begann, drehte sich relativ schnell zum Alptraum. Denn im Sommer 2019 brach mir mein grösster Kunde plötzlich weg und alle anderen Projekte liefen aus. Ich hatte keinen Folgeauftrag.

Was du aus meiner Achterbahnfahrt zu Beginn meiner Selbstständigkeit lernen kannst

Meine Website hatte ich zwar neben meinen Kundenaufträgen hochgezogen und auch schon mit dem Bloggen begonnen, aber so richtig Zeit hatte ich dafür nicht. Und schon gar keine Zeit hatte ich für Social Media.

Der Schock saß tief. Ich sah mich selbst am Ende meiner Selbstständigkeit angekommen. Plötzlich hatte ich viel Zeit: Zeit, nachzudenken. Zeit, zu analysieren. Zeit, zu hinterfragen. Zeit, die mir vorher auf Grund von Projekten, Familie, Haushalt und Co immer fehlte oder die ich mir einfach nicht nahm.

Die 5 größten Fehler am Anfang meiner Selbstständigkeit

Nach meiner Bestandsaufnahme hatte ich 5 Fehler sehr klar herausgefunden. Fehler, die ich immer wieder bei anderen sehe. Fehler, die auch andere fast zum Aufgeben zwingen. Vielleicht erkennst Du Dich ja auch selbst wieder.

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Fehler Nummer 1: Ich habe alles auf eine Karte (einen Kunden) gesetzt

Es war auch einfach zu verlockend! Denn wenn ein Kunde sagt, dass er Dich gerne vor Ort in Deiner gesamten verfügbaren Zeit haben möchte, dann ist das ein grosser Auftrag mit einem entsprechenden Umsatz. Und dann war dieser Umsatz auch noch regelmässig, das heißt monatlich. Aber mal ehrlich: wenn wir als Unternehmerinnen und Selbstständige immer regelmässigen Umsatz und Einkommensicherheit wollen, dann sollten wir doch in der Festanstellung bleiben. Versteht mich nicht falsch, das ist nichts Schlimmes oder Verwerfliches. Aber es ist eben auch ein super großes Risiko. Mir war das Risiko gar nicht so bewusst, bis plötzlich die Rechnungen der vergangenen 4 Monate nicht bezahlt waren. Ich war auch leider sehr naiv und habe den Beteuerungen immer geglaubt, dass ich bald wieder bezahlt werde. Aber leider kam das Geld nie und ich musste einsehen, dass ich einen grossen Fehler gemacht habe.

Heute arbeite ich mit vielen Kunden und lasse mir vor allem jede Woche immer genug Zeit für mein eigenes Marketing. Ich habe außerdem dazu ein Online-Produkt entwickelt, einen Online-Kurs, was ein zusätzliches Standbein darstellt. Daher mein Rat an Euch: auch wenn das Geld lockt, bleibt offen für andere Aufträge und Kunden und variiert die Projekte, die ihr annehmt.

Fehler Nummer 2: Ich habe immer nur in meinem Business anstatt an meinem Business gearbeitet

Dadurch, dass ich all meine Zeit in einen Kunden gesteckt habe, hatte ich nie Zeit, an meinem eigenen Business zu arbeiten und mich auch weiter zu entwickeln und kreativ zu sein. Dabei ist es für uns Unternehmerinnen und Selbstständige so wichtig, unsere Ziele zu kennen, sie regelmässig zu überprüfen und dann auch strategisch durch unser Marketing zu verfolgen. Ich mache zum Beispiel jedes Jahr zweimal eine Situationsanalyse, in der ich mir anschaue, was funktioniert und was nicht, meine Ziele den Gegebenheiten anpasse und weiter plane. Pläne geben mir Sicherheit und solltest Du jemand sein, der ungern plant, weil es Dich einengt, dann kann ich Dir nur sagen: Pläne sind einfach jederzeit flexibel. Es geht mehr darum, mit etwas Abstand sich und seinen Weg regelmässig auf den Prüfstand zu stellen und so flexibel zu bleiben.

Fehler 3: Ich wollte immer alles selbst machen

Ja, das ist ein Fehler, der mich tatsächlich sehr viel Zeit und Kraft gekostet hat. Ich dachte anfänglich, ich muss immer alles selbst machen und können. WordPress, Email Marketing Tools, Facebook Ads, Videos drehen, Blogartikel schreiben, Strategie aufsetzen, Kunden betreuen, Buchhaltung, Designs, Videos schneiden, Podcasts schneiden, Suchmaschinenoptimierung, etc., etc. Absolut absurd, dass ich echt dachte, ich muss alles können. Ich muss verstehen, wie alles funktioniert und zusammenhängt, aber ich muss doch sicher nicht in die Tiefen des Werbeanzeigenmanagers bei Facebook eintauchen. Nicht, wenn ich vorankommen möchte. Schliesslich soll es ja Spaß machen, bzw. möchte ich Leichtigkeit und Leidenschaft in meinem eigenen Business. Als ich dann fast täglich an den unterschiedlichen Themen mindestens einmal scheiterte, habe ich gelernt, dass ich meine eigene Spezialisierung pflegen muss, mein Expertenwissen. Auf Englisch nennt man das «Zone of Genius», Geniezone. Meine Geniezone ist Personal Branding, die strategische Begleitung meiner Kunden, die klare Positionierung als Personenmarke und nicht WordPress. Meine Geniezone ist Content Kreation, nicht Get Response. Ob geschrieben oder gesprochen, ich liebe es, wertvollen Content zu produzieren – nicht stundenlang alles SEO zu optimieren. Und als ich das endlich begriffen habe und alle Themen ausgelagert habe, die mir keinen Spaß machen und meine ganze Energie ziehen, da kam die Leichtigkeit und der Spaß zurück in mein Business. Und natürlich auch die Zeit: Zeit, meine Coaching Kunden zu begleiten. Zeit, einen Online-Kurs zu entwickeln. Zeit es zu geniessen, Unternehmerin zu sein und mich weiterzubilden.

Und mal ganz nebenbei: in der Startup Welt ist es so, dass von keinem Startup erwartet wird, in den ersten 3 Jahren schwarze Zahlen zu schreiben. Es ist jedem klar, dass man erst mal in sein Business investieren muss, damit es wachsen kann. Und ich kann das nur unterschreiben: ich investiere große Teile meiner Einnahmen in Experten, die wissen was sie tun und die es viel schneller tun können, als ich. Und so habe ich Zeit für die Dinge, die mir Freude machen und in denen ich gut bin! Und sehe mich selbst als Startup.

Fehler 4: Ich bot eine sehr breite Dienstleistung an

Freiberufliche Marketing Beraterin – das war meine ursprüngliche Antwort, wenn mich jemand gefragt hat, was ich beruflich mache. Viel zu einfach, viel zu generisch und viel zu kantenlos. Wenn man keine Ecken und Kanten hat, dann bleibt auch keiner bei einem hängen. Das habe ich sehr schnell in der Social Media Welt gemerkt. Irgendwie wollte ich alle ansprechen und dabei blieb bei keinem hängen, was genau es denn nun ist, was ich anbiete. Ich hatte total Sorge, durch eine spitze Positionierung Kunden zu vergraulen und somit Umsatz zu verlieren. Das war ein totaler Irrglaube. Denn erst, als ich mutig war und mich spitz positionierte, kamen die Kunden plötzlich wie von allein.

Fehler 5: Ich nahm alle Aufträge an

Mein Mindset war so beschränkt, dass ich immer nur darauf geschaut habe, ob jetzt Umsatz reinkommt. Das ist ja grundsätzlich auch sehr wichtig, ohne Umsatz kann mein Unternehmen ja nicht überleben. Aber ich habe mich schließlich selbstständig gemacht, um meinen Berufsalltag frei zu bestimmen. Das bedeutet auch, dass ich immer Spaß an meiner Arbeit haben will. Wenn das regelmäßige Einkommen der Treiber gewesen wäre, dann hätte ich in der Festanstellung bleiben müssen. Als mir das klar wurde und ich bewusst entschieden habe, dass ich nur mit Wunschkunden zusammenarbeiten möchte, war ich so erleichtert und damit kam die Leichtigkeit in meine Selbstständigkeit.

Du siehst, was ich kurzweilig als Alptraum interpretiert habe, war eigentlich ein Segen. Denn ich hatte endlich Zeit, mein Business von einer anderen Warte zu betrachten und die Veränderungen vorzunehmen, die mein Business zurück auf die Füße – viel gesündere Füße – gebracht hat. Ich kann jetzt jeden Tag das tun, was ich liebe, mit den Menschen arbeiten, denen ich auch wirklich weiterhelfen kann und das fühlt sich mega gut an!

Wenn Du Coach, Beraterin, Trainerin, Selbstständige oder Dienstleisterin bist und Dir mehr Sichtbarkeit und Reichweite wünschst, dann schreib mir gerne eine Email an nicole@solou.de. Ich freue mich, Dich kennen zu lernen.

 

Nicole Wehn

Ich bin Nicole und ich liebe das Marketing, insbesondere Personal Branding. Ich helfe Unternehmern und Selbstständigen, sich klar als Personenmarke zu positionieren, sich von ihren Mitbewerbern abzuheben und so mehr Sichtbarkeit, mehr Reichweite und ultimativ mehr Kunden zu erreichen.

 

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